Max: Hier in unserem Blog wird schon wieder über alles geredet und unser großes Thema Atomkraft und Japan geht unter… Ich halte dagegen mit meiner Empfehlung zum Ausgehen: Im Weekend, dem Club mit einer der geilsten Aussichten auf Berlins Stadtlandschaft, ist heute wieder Party und zwar unter dem Motto: Terminal M loves Japan”… Alle Einnahmen werden dem Roten Kreuz gespendet, um den Menschen in Japan zu helfen. Bravo!! Mehr davon und Missy X und ich werden natürlich dabei sein (wir wissen, wohin wir gehen…). Kommt auch, nehmt eure Freunde und Bekannte mit, Andhim und die fantastische Monika Kruse sorgen für klasse Musike… Wir sehen uns ab 23 Uhr im Weekend, Alexanderplatz 5 in Mitte…. Bis denne…..
Andrea: Heute ist ein trostloser Tag, Regen muss zwar sein – aber warum gleich so viel? Deshalb brauchen wir alle eine Aufmunterung und ich werde euch auf besonderen Wunsch vieler Fans ein neues meiner Non-plus-ultra-Rezepte ins Netz stellen.
1 großer Bund (ca. 150 – 200 g) Bärlauch
2 Frühlingszwiebeln mit Grün (geht aber auch ohne)
1 Zehe Knoblauch
1 kleine Pfefferoni (unbedingt das Innenleben sorgfältig entsorgen, sonst wird die Suppe zu scharf!)
- alles fein schneiden und mit
2- 3 Eßl. feinem Olivenöl
1- 2 Eßl. Butter
- kurz ca. 5 Min. anschwitzen, dann
1/2 Tel. Balsamico-Essig,
1 Prise Zucker, ggf. auch 2 zugeben,
mit Salz und Pfeffer würzen (wer mag, kann auch etwas Gemüsebrühe zugeben).
ca. 2 – 3 Eßl. Mondamin oder Mehl hinzugeben (alternativ 2 gekochte Kartoffeln) und mit
500 ml Milch (für Menschen die es etwas üppiger lieben, plus 2 Eßl. Saure Sahne) auffüllen, mit dem Mixer pürieren bis die Suppe sämig wird und schaumig ist.
Wer möchte, kann vor dem Anrichten Weißbrot in Würfel schneiden, mit Butter , Knoblauch und Petersilie in der Pfanne rösten und diese Würfel in die aufgeschäumte Suppe geben.
Alternativ: 2 Garnelen je Teller und ganz super-fein geschnittener Bärlauch als Deko
Alternativ: Die Suppe stark einköcheln lassen, bis sie Saucencharakter bekommt; im Folienschlauch nur mit etwas Butter gekochte Spargeln mit dieser Sauce servieren – sehr sehr lecker!!
Gutes Gelingen!
Matze: Heute habe ich die Aufgabe, euch da draußen im www Neues aus unserer Firma zu berichten. Na ja, wie Missy X schon geschildert hat, waren wir alle krank und rödeln nun wie Verrückte, um unsere Aufträge fristgerecht abzuarbeiten. Leon ist schon angesäuert, weil ich mich so rar mache. Nein, ich spiele nicht die Diva, sondern ARBEITE. Es ist doch nicht mein Problem, wenn Leon seit neuestem meint, für mich jeden Abend kochen zu müssen und auf mich wartet, obwohl er doch weiß, dass ich Stress im Büro habe. Manchmal geht mir sein Getue auf den Geist, erst flirtet er mit meinem besten Freund Marco bis ich ausraste und dann kommt er wieder mit Zuckerbrot… Na ja, das mit Marco haben wir geklärt – Leon behauptet, da sei nichts gewesen, alles war ganz “normal”. Was immer bei ihm normal ist, ich glaube, der einzige Normale weit und breit bin ich. Ich hoffe, ich kann meine Eltern auch davon überzeugen, die sich über Ostern zu Besuch angemeldet haben. Das passt mir eigentlich gar nicht, denn da hätten Leon und ich endlich mal Zeit, etwas Schönes zu unternehmen, oder gar nichts und einfach mal lange schlafen und im Bett rumlümmeln….smile.
Missy X: Von den Toten auferstanden – nein, das ist nun wirklich übertrieben, aber so langsam ebbt die Grippewelle bei uns im Büro ab und wir sind wieder alle an Bord. Max noch ein wenig angeschlagen, aber schon sprüht er wieder mit Vorschlägen für das Wochenende. Am Freitag findet im Magnet Club der Musikexpress Klub statt – mal sehn, ob ich in Stimmung bin…
Für euch aber erst einmal die NEWS DES TAGES: Wir haben die SPREEDOSE ins Leben gerufen und unter dieser Produktbezeichnung findet ihr typisches Berliner Graffiti und Hauswandbemalungen, die ich für euch in Szene gesetzt habe. Gefällt? Dann schreibt mir, ich freue mich über jedes Feedback, auch wenn ihr Anregungen habt oder Kritik üben wollt… info@kunstzone-berlin.deDiese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. – wir antworten auf jede Zuschrift, hier arbeiten noch Menschen und keine Maschinen!!!
Andrea: Die Erkältungswelle hat uns überrollt – ich bin die einzige, die noch die Stellung hält. Na ja, die letzten Tag waren sowieso hier sehr turbulent, erst liefen die Vorbereitungen für die Großdemo am letzten Samstag, so dass die Arbeit hier im Atelier etwas ins Hintertreffen kam. Missy X war voll in Fahrt und hat uns alle mit ihrer Energie angesteckt und mitgerissen. Selbst Matze hat seinen Liebeskummer etwas verdrängt.. Nun hüten alle kollektiv das Bett – aber nichts dem zum Trotz: Es gibt heute neue Bilder aus der Kunstzone-Berlin!
Missy X: Hey Leute, ich habe schon Miximatose – meine Augen sehen aus wie von einem Albino-Kaninchen. Aber Andrea macht Druck, dass die neuen Bilder über das Netz zu euch in die Bude kommen und nicht zuletzt macht es mir auch großen Spaß, ich vergesse Zeit und Raum wenn ich vor dem Rechner sitze. Max meckert schon, weil wir unser Privatleben etwas zu kurz kommt, aber da muss er durch. Außerdem bereite ich gerade mit Freunden eine Aktion für die Großdemo hier in Berlin am 29. März vor, alle Macht der Fantasie! Wir zeigen Flagge! Max könnte das auch nichts schaden, was nicht heißt, dass er gleich bei den Grünen in die Partei eintreten muss, aber etwas mehr politisches Interesse wäre nicht schlecht. Denn nur wenn wir uns gegen Atomkraft organisieren, sind wir stark!
Also Freunde, geht auf die Anti-Atomkraft-Demos in eurer Nähe und bezieht Stellung! Jede Stimme trägt zum Stimmungumschwung bei!!!
Max: Kaum haben wir unsere CfJ in trockenen Tüchern, wird unsere Idee kopiert. Gut so, denn das war ja auch Sinn dieser Clubnacht für Japan. Geld einzusammeln, um die Not im Katastrophengebiet zu lindern. Nun helfe ich dabei, dass die Clubs hier in Berlin solche Aktionen mit in ihr Angebot aufnehmen – natürlich alles ehrenamtlich. So beibe ich gut im Geschäft. Wann ich bei all diesen Aktonen noch Missy X sehe? Derzeit ganz wenig, da sie derzeit Komaarbeiten bevorzug, da die neuen Bilder der Berlin-Mitte-Serie fertig werden müssen. Nach Feierabend trifft sie sich mit allen möglichen Leuten, um irgendwelche Atomkraft-nein-danke- Demos zu organisieren. Plakate malen und so… Aber ich lasse sie trotzdem nicht aus den Augen, gestern konnte ich sie sogar über die Mittagszeit von der Arbeit loseisen und wir haben uns einfach verkrümelt… Smile.
Andrea: Was für ein Wochenende, ich bin heute noch fix und alle und wir haben schon Dienstag…. Sorry, dass ich mich gestern nicht zu Wort gemeldet habe, aber bei mir laufen die Vorbereitungen für meinen nächste große Akquiserunde im Süden des Landes.
Wie ihr lesen könnt, sind wir wieder im normalen Alltag angekommen, was aber nicht heißen soll, dass wir unser Thema, dass uns sehr am Herzen liegt, aus den Augen verlieren. Jeden Tag verfolgen wir mit großer Betroffenheit die Ereignisse in Japan und hoffen und bangen mit den Menschen vor Ort, dass es keine Beben mehr gibt und die ein Super-Gau der Atomkraftwerke verhindert werden kann. Der Versuch einer kleinen Gruppe von Menschen, die Tag für Tag vor Ort ihre Gesundheit, ihr Leben opfern, um die große Katastrophe abzuwenden. Wir verneigen uns vor ihnen voller Hochachtung. Wer von uns wäre hierzu bereit??? Deshalb möchte ich euch da draußen im www noch einmal bitten, zu helfen. Spendet den großen Hilfsorganisationen, damit den über 400 000 obdachlosen Menschen nicht noch größeres Leid widerfährt, als sie es schon durchlitten haben…. Das ist das Wenigste, was wir hier tun können. Und bewegt euch mit uns: Organisiert Veranstaltungen und sammelt Geld für Japan!
Übrigens, Missy X hat unsere Website überarbeitet und wir bieten nun die Mehrzahl unserer Bilder in vielen Größen bis zu 1 m x 1 m, auf Anfrage sogar bis 1.40 x 1.40 m an! Es lohnt sich mal wieder reinzuschauen, – und in Kürze folgen viele, viele neue Berlin-Mitte-Motive, die Missy X nicht nur fotografiert, sondern in viel mühevoller Kleinarbeit digital übermalt und bearbeitet hat. Einen Vorgeschmack ist unser Bild des Tages. Viel Spaß! Matze hat ihn gerade nicht, sondern offensichtlich Liebeskummer! So wie es aussieht, hat er sich mit Leon gefetzt, da er sich am Samstag wohl zu gut mit Marco unterhalten hat…
Matze: Nun ist alles vorbei und wir sind fix und alle. Marco, Herbert und Rainer schlafen noch komamäßig hier bei mir im Wohnzimmer. Denn unsere 1. CfJ-1 (CfJ-Clubnacht für Japan) war der Mega-Hammer… Bis zur letzten Sekunde vor Beginn der Party im Kellergewölbe der “B-Box” in Mitte gabs erst einmal richtig Stress, na ja, alles in Allem es lief einiges im Vorfeld sehr chaotisch ab. Marco, Herbert, Rainer, Leon und ich waren für die Deko und das Einrichten der Cocktialbar zuständig, was uns den ganzen Samstag in Trab hielt. Das Ergebnis erinnerte mich zwar ein wenig an den Werbestand der Atomkraftgegner, was aber eigentlich nicht schlecht ist, da es bei allem Spaß gut ist zu wissen, worum es uns bei dieser Party eigentlich geht. Der Renner des Abends waren unsere grünen Energie-Cocktails in Atomkraft-nein-Danke-Gläsern mit einer hochexplosiven Mischung. Nach Leons Rezept – einfach genial. So wie die Musik. Max und seine Freunde übertrafen sich selbst, mixten Musikrichtungen aus aller Herren Länder, innerhalb kurzer Zeit kochte die Stimmung unter den Partygästen. Kein Abwarten bis ein Uhr morgens, bis die Leute endlich in Schwung kommen und kein Gästeschwund um drei Uhr, sondern die Bude war brechend voll bis sechs Uhr. Was mir allerdings gar nicht gefiel, das Leon viel zu oft Marcos Nähe suchte. Ständig hatten die beiden etwas zu bereden… Und wie er ihn angesehen hat… Wenn ich ja nicht genau wüßte, dass er hetero ist…
Max: Missy X hat euch ja gestern schon getrommelt, was wir vorhaben…. Die Vorbereitungen für unsere CfJ-1 (CfJ steht für Clubnacht für Japan) laufen auf Hochtouren. Deshalb heute nur ein kleines, brandheißes Input von meiner Seite: Wir haben jede Menge Einladungen verschickt – und wider Erwarten kaum Absagen. Schauspieler, Musiker, Theaterleute – nicht nur aus Berlin, haben schon zugesagt, trotz unserer hohen Eintrittspreise (oder genau deswegen?). Die Politiker lassen wir mal außen vor, denn das könnte Ärger geben. Noch wird die Werbetrommel für LC-1 weiter kräftig gerührt und es melden sich täglich neue freiwillige Helfer. Marco, Herbert und Rainer, Matzes Freunde fliegen heute gegen Mittag auch ein und bringen tolle Ideen für die Mega-Party mit, die ich noch nicht verrate. Unsere Party-Location ist megacool und wird erst in letzter Minute bekannt gegeben, um die Spannung zu steigern. Wir haben ein tolles Konzept ausgearbeitet und hoffen, dass wir es auch wie geplant umsetzen können. Denn Berlin hat jedes Wochenende unzählige Veranstaltungen die untereinander in Konkurrenz stehen, da muss man sich schon etwas ganz Besonderes einfallen lassen! Hinweise auf LC-1 findet ihr in der ganzen Stadt, achtet mal auf Plakate und Hinweise in Mitte! Jetzt muss ich aus den Hufen kommen, die Luft brennt…… und: Geht auf die Straße, bewegt euch, bezieht Stellung – tut was!!
Missy X: Die letzten Tage wirbelten unser Leben ganz schön durcheinander. Wir haben nun erste Konsequenzen aus den Ereignissen der letzten Tage gezogen: gestern wechselten wir alle, soweit noch notwendig, unseren Stromanbieter. Falls ihr euch auch mit diesem Gedankten tragen solltet und euch informieren möchtet, schaut einfach unter http://www.naturstrom.de/. Aber das sind nicht unsere einzigen Aktivitäten. Für den Freitag Abend organisiert Max mit DJ-Kollegen eine lange Clubnacht, deren Einnahmen komplett, da die Beteiligten auf Bezahlung verzichten, einer großen Hilfsorganisation gespendet werden. Eine super Idee, die hoffentlich viele Nachahmer findet! Ich finde es zwar ein wenig grenzlastig, unter diesen Umständen Party zu feiern, aber ich werde Max begleiten und mit anpacken, wo immer es nötig ist. Auch Matze und Leon helfen mit. Die beiden erkärten sich bereit die Cocktails zu mixen und sie stellen sogar kostenlos alle Zutaten zur Verfügung! Das ein Wort! Matze hat gerade seine Freunde aus der Heimat anrufen und gefragt, ob sie nicht zum freiwilligen Arbeitseinsatz kommen wollen. Wie es aussieht, sind sie schon morgen wieder im Lande! So viel Solidarität macht gute Laune und gibt uns allen das Gefühl, etwas bewegen zu können…
Andrea: Wir versuchen unsere Arbeit so gut wie möglich zu machen, unter den gegebenen Umständen. Die Medien katapultieren die Atomkatastrophe im Sekundentakt in unsere vier Wände und machen uns sehr betroffen. Und wütend. Diese Wut werden wir nutzen, um HIER etwas zu bewegen. Wir bewegen uns und werden uns engagieren, dass sich so viele Menschen wie möglich sich mit uns gegen den Bau und Einsatz von Atomkraftwerken aussprechen. Nutzt dazu die Medien, die MACHT der Medien, um den Druck auf Politiker zu erhöhen.
Seid dabei kreativ! und achtet darauf, dass die Achtung vor Menschen, Anstand im Umgang miteinnder und Gewaltlosigkeit nicht an Wert verlieren.
Bitte denkt auch daran, wie wichtig es in der nächsten Zeit sein wird, dass alle Hilfsorganisationen genügend Mittel zur Verfügung haben, um helfen zu können. In Japan spielen sich schon jetzt höchst dramatische Szenen ab, Wasser und Lebensmittel werden knapp. Hundettausende Kinder und unzählige Erwachsene sind laut der Tagespresse ohne Obdach, viele sind schon jetzt vom Hungertod bedroht. Wir wollen so gut wir es können, Hilfsorganisationen unterstützen und rufen euch auf, bildet kleine Aktionsgruppen die in ihrer Umgebung Essen bei Veranstaltungen oder andere Dinge verkaufen, und den Erlös den Notleidenden Menschen in Japan zur Verfügung stellen.
Angst lähmt, tretet der Angst mit Mut und Tatkraft entgegen! Helft, in dem ihr Gelder sammelt, um Hilfsorganisationen zu unterstützen, die Not und das Elend in Japan zu lindern.
Gestern hatten wir Krisensitzung. Nein, nicht wegen unseren Geschäftsabläufen, sondern weil wir diskutiert haben, ob wir zur Lage in Japan Stellung nehmen wollen.
Die verherenden Erdbeben, Tsunami und massiven Probleme in den Atomkraftwerken mit drohenden Kernschmelzen machen uns nicht nur sehr betroffen, sondern lassen unser eigenes Leben und Handeln, unsere kleinen Sorgen und Nöte in einem ganz anderen Licht erscheinen.
Fassungslos verfolgen wir in den Medien die weitere Entwicklung in den japanischen Atomkraftanlagen, das Ansteigen der Strahlenwerte, und dies nun nach all dem unfassbaren Leid, dass die Naturkatastrophen zuvor schon ausgelöst haben.
Ein Land, dass fest an die Versprechungen der Atomindustrie und Politiker geglaubt hat, dass die Technik sicher ist und den wirtschaftlichen Wohlstand garantiert. Die Ereignisse der der vergangen Tage lehrt das Gegenteil und muss uns alle darin bestärken, was schon die Generation vor uns auf ihre Fahnen geschrieben hatten: Atomkraft NEIN DANKE!
Unser Mitgefühl gegenüber den Betroffenen und Opfern dieser Katastrophe hat nicht den Blick auf die Ursachen getrübt.
Wir haben beschlossen, neben unserer großen Anteilnahme gegenüber der japanischen Bevölkerung, dem Entsetzen über tausende Tote und
Verletzte, der Flut dramatischer Nachrichten, nicht nur aus dem Akw Fukushima, zu handeln. Wir beziehen Stellung – auch direkt vor dem Kanzleramt.
Macht mit!
http://www.ausgestrahlt.de/
Andrea, Missy X, Max und Matze
Andrea: Wir verzichten angesichts der Situation in Japan derzeit auf unseren Blog.
Andrea: Das Wochenende steht vor der Tür und ergänzend zu Matzes Blogbeitrag werde ich euch heute das Rezept verraten, das Matze, Leon und Marco gemeinsam mit ihren Freunden nach meinem Non-Plus-Ultra-Rezept zubereitet haben (Matze erzähte mir jedoch, dass Rainer und Herbert sich nur darauf konzentrierten, den Weißwein zu testen, der zum Essen vorgesehen war…). Vielleicht habt ihr ja Zeit und Lust es auszuprobieren – es lohnt die Mühe!! Denn Liebe geht durch den Magen…
Malfatti
600 g Spinat (alternativ gefroren)
200 g Ricotta
100 g Parmesan frisch gerieben
200 g Mehl (eher weniger!)
160 g Butter
2 Schalotte(n)
3 Zehe/n Knoblauch
15 g Salz
3 Eier – eins davon nur das Eigelb
Für den Tomatenspiegel:
500g frische oder passierte Tomaten
etwas Tomatenmark zum abwürzen, Salz, Pfeffer, Chili, ca. 1 Teel. Zucker
1 Topf frischer Basilikum
Die Schalotten fein würfeln, mit einem El Butter glasig andünsten, beiseite stellen.
Den Spinat waschen, verlesen und von den Stielen rupfen, in kochendem Wasser blanchieren und abtropfen lassen. Den Spinat gut ausdrücken und grob hacken. Ihr könnt auch gefrorenen Spinat verwenden, das macht weniger Arbeit. Wichtig: Nach dem Auftauen den Spinat im Sieb gut auspressen, er soll so wenig wie möglich Feuchtigkeit enthalten!
Die Knoblauchzehe enthäuten und durchpressen. Alle Zutaten mit der restlichen weichen Butter zu einem homogenen Teig kneten und ganz wichtig, 30 Min. ruhen lassen.
Mit zwei Esslöffeln Nocken formen und in leise kochendes Wasser geben, ca. 10 Minuten sieden lassen. Die Nocken mit einem Schaumlöffel herausfischen und etwas abtropfen lassen und in eine mit Butter gefettete Auflaufform setzen. Dann die Nocken mit etwas flüssiger Butter bepinseln, mit frisch geriebenen Parmesan bestreuen und unter dem Grill ca. 5 Min. kurz überbacken, bis der Käse eine goldgelbe Kruste bekommt.
Nun wird der Tomatenspiegel vorbereitet. Hierfür nehmt ihr eine Packung ca. 500 ml passierte Tomaten (oder frische, die allerdings kurz gekocht und anschließend gehäutet werden müssen), würzt diese mit reichlich frischem Basilikum, Salz, Pfeffer sowie einem Hauch von Chili (immer daran denken, scharf macht scharf), nach Belieben etwas Tomatenmark – und zur Geschmacksverstärkung eine Prise Zucker nicht vergessen!
Abschließend die übergrillten Nocken sternförmig auf dem Tomatenspiegel anrichten und mit Basilikumblättchen garnieren.
Das Rezept reicht für ein Hauptgericht für 3 – 4 Personen und ist nicht schwer zuzubereiten. Als Beilage eignet sich ein Rucolasalat mit getrockneten Tomaten, Walnüssen und Olivenöl.
Zubereitungszeit: ca. 60 Minuten – und es ist ein solch göttliches Rezept, dass man den Koch oder die Köche/in uneingeschränkt lieben wird! Vorsicht, es besteht Suchtgefahr…
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Max: Irgendwie ist Matze komisch drauf. Mal ist er himmelhochjauchzend dann wieder zutodebetrübt. Gott bin ich froh, dass ich nicht schwul bin, dieser Stress mit den Typen ist wohl schlimmer als der Stress mit Frauen…
Missy X ist im Arbeitsrausch und ich abgemeldet. Nur als Superknecht zuständig für ihre inzwischen sechs Computer, hier noch Speicherplatz erhöhen, da eine alte Datei retten, dort ein Farbproof machen, diese Frau macht mich wahnsinnig.
Na ja, ein Gutes hat ihre Workaholic-Phase, die Szene hat mich zurück. Moment – mein Handy klingelt gerade – gleich geht’s weiter… Hier bin ich wieder, ich hatte gerade schon wieder eine Anfrage, diesmal vom „Tressor“, einer der wenigen Clubs, der seinen 20. Geburtstag erlebt und natürlich auch feiert (am Samstag)! Als DJ bin ich offensichtlich begehrter als bei Missy X… Mein Wochenende habe ich soeben verplant und für euch hier noch ein brandheißer Tip für das Berliner Nachtleben: Im „Tape Club“ kommen heute alle Liebhaber der 90er-Jahre-Musik auf ihre Kosten, also nix wie hin, Beginn um 23.30 Uhr…
Matze: Heute ist zwar eigentlich Andrea an der Reihe, ihren Blogbeitrag zu schreiben, aber sie hat keine Zeit, denn Akquisetermine sind wichtig, damit wir nicht verhungern. Ja, das Loft in Berlin-Mitte wartet auf uns – smile.
Nicht auf mich gewartet hat Leon. Wie ich euch in meinem letzten Blogbeitrag erzählte, ließ er mich mit meinen Freunden einfach alleine und ich kam ganz fix bei ihnen in Erklärungsnotstand. Und ins Stottern. Die Jungs haben meine Verlegenheit und die ganze Situation sofort gerafft – und Marco wurde schnell ganz direkt und fragte mich: „Bist du schwul???“ Herbert und Rainer glotzten wirklich dumm aus der Wäsche, aber der Groschen fiel dann schnell. Rainer kommentierte ganz cool, „solange du mich nicht anbaggerst ist es mir egal, ob du auf Männer stehst“ und Herbert trank kommentarlos sein Bier schnell leer. Marco reagierte pragmatischer. Unter dem Vorwand sein Handy verlegt zu haben, lieh er sich meins aus und verschwand kurz. Fünf Minuten später teilte er uns mit, dass er mit Leon gesprochen hätte. Glücklicherweise konnte er Leon beruhigen, insbesondere was meine damalige Freundin betraf und überredete ihn, dass wir am Sonntag alle gemeinsam kochen. Italienisch natürlich. Da hatte er Leon gleich für sich gewonnen! Marco ist ein Schatz, ein Meister der Diplomatie, ich hätte ihn knutschen können – oder besser nicht, wer weiß…
Ihr wollt wissen, wer wir sind? Unter Kategorie “Wir über uns”…
Was bisher geschah: Nachzulesen unter 1.3.2011
Missy X: Gott-sei-Dank hat sich die Aufregung um meine Person gelegt. Ich kann wieder in Ruhe arbeiten – und das tue ich. Bin ich euch ja schuldig… Das super-geile Wetter hat mich angeregt, mit meiner funkelnagelneuen Fotoausrüstung neue Berlinmotive ausfindig zu machen. Nun sind viele neue Berlin-Bilder in der Kiste und warten darauf, für unsere Fans ausgewählt und bearbeitet zu werden. Also müsst ihr euch noch ein wenig gedulden. Warum? Ich werde euch kurz erklären wie ich z. B. für die Serie Berlin-Mitte arbeite: Aus den Digitalfotos werden – falls notwendig – am Rechner Ausschnitte ausgewählt, die dann für die Bildverfremdung vorbereitet werden. Das heißt, die Farben werden mit einem speziellen Computerprogramm aufgehellt, verstärkt und/oder herausgearbeitet. Bevor ich die Bilder zu Collagen umwandle, vergrößere ich sie auf 60 – 60 cm oder nach Möglichkeit, wenn es die Bildqualität zulässt, noch sehr viel größer. Anschließend sehen sie noch ziemlich primitiv aus und dieser Vorgang hat nichts mit künstlerischer Gestaltung zu tun. Die Arbeit beginnt erst jetzt: Das Motiv wird an meinem digitalen Zeichenbrett mit einem digitalen Stift verfremdet, u.a. werden störende oder unruhige Bilddetails wegretuschiert. Es gibt Bilder, die komplett übermalt und neu gestaltet wurden, , wie zum Beispiel das Motiv „Friedrichstraße im Fadenkreuz“ (es wurde durch die schmutzige verkratzte Fensterscheibe der Bahn fotografiert und hatte eine miserable Bildqualität) oder das Trabibild „Flucht nach Osten“ (tausend Personen wuselten um den Trabi und im Hintergrund). Diese Bilder offenbaren ihre vollkommene Schönheit besonders in Großformaten (1 m x 1 m) und sind kleine Kostbarkeiten. So, nun seid ihr auf dem Laufenden und ich gehe wieder an meine Arbeit!
Matze: Leon war am vorletzten Samstag wirklich stinksauer! Na ja, irgendwie ja verständlich – ich an seiner Stelle hätte vermutlich genauso reagiert, wenn ich hören müsste, dass er einmal eine Freundin hatte. Aber Leon übertrieb dann doch sehr, kaum war ich mit meinen Freunden wieder zu Hause angekommen, hat er mich behandelt, als hätte ich ihn mit drei Männern gleichzeitig betrogen – oder schlimmer: mit einer Frau. Aber wir haben nun 2011 und die Geschichte mit Miriam liegt wirklich Lichtjahre zurück –sie war zwar meine offizielle Freundin, weil alle von mir erwarteten eine Freundin zu haben, aber in Wirklichkeit lief zwischen uns rein gar nichts. Ich konnte nicht. Schwer zuzugeben, aber so war das. Genauso wie ich damals schon wusste, dass ich zwar mit Frauen gut kann – aber nicht in jeder Hinsicht. Leon wollte davon nichts hören und spulte sich auf wie eine hysterische Ehefrau. Ich musste all meine Ratio aufbringen um cool zu bleiben, was ihn aber noch mehr in Rage brachte. Wie es endete? Wie solche unschönen Szenen oft enden: er packte seine Tasche, knallte die Türen und weg war er. Meine Freunde Herbert, Rainer und Marco waren nun restlos irritiert und fragten natürlich gleich, warum… So saß ich richtig in der Sch… Wie bringt man seinen alten Freunden bei, dass man schwul ist und nichts mehr so ist, wie es einmal war???
Matze: Das war vorgestern ein super-geiles Essen. Ich kann Euch nur empfehlen, das Rezept von Andrea auszuprobieren!
Ich freue mich so, dass Missy X wieder da ist. Nicht mehr da sind meine Freunde Herbert, Rainer und Marco aus der Heimat, die ein paar Tage übers Wochenende zu Besuch in Berlin waren. Das hat nicht gerade zu meiner Entspannung beigetragen, wobei ich nicht sagen will, dass wir zusammen keinen Spaß hatten. Aber als ich ihnen Leon vorstellte, verstanden sie nicht gleich, dass er mein Freund ist. Und Leon wusste auch nicht so recht was mit meinen Freunden anzufangen, die auf Biertrinken, Fußball und Frauen stehen. Eine heikle Situation – und ich durch das Verschwinden von Missy X völlig unvorbereitet, ganz gegen meine sonstigen Gewohnheiten. Ich hasse es, wenn ich auf unsicherem Terrain bin! Zunächst lief ja alles gut, wir saßen beim Italiener bei uns um Ecke und kramten in Erinnerungen aus unseren Studienzeiten. Da brachte Marco das Thema Frauen auf den Tisch – und fragte mich, ob ich denn noch Kontakt zu meiner damaligen Freundin Miriam hätte… Leon sah mich daraufhin entgeistert an und stotterte nur, „…ich verstehe nicht…“, stand auf und war so schnell verschwunden, dass ich gar nicht mehr reagieren konnte. Nun hatte ich den Salat! Wie sollte ich das meinen Freunden erklären???
Andrea: Nun haben sich Missy X und auch wir von der Aufregung etwas erholt und deshalb koche ich für uns alle unser Non-Plus-Ultra-Lieblingsessen: Zitronenhuhn mit Flügeln, in der Hoffnung, dass unsere verrückte Missy nicht gleich wieder davonflattert…
Zitronenhuhn – Andreas Non-Plus-Ultra-Rezept
4 Hähnchenbrustfilets ca. 600 – 700 g
4 Msp. Salz
reichlich geschroteter schwarzer Pfeffer
5 Eßl. Zitronensaft (frisch gepresst)
½ Eßl. Bio-Zitronenschale (!! keine konventionellen Zitronen verwenden, da gespritzt)-
sehr fein geschnitten
1 Pfefferoni sehr klein gehackt (wenn nicht scharf, etwas mehr)
10 Eßlöffel Olivenöl
reichlich Knoblauch fein geschnitten oder gepresst (mindestens 3 – 4 Zehen groß)
1 Bund Rosmarin frisch – Zweige entfernen und sehr klein schneiden
1000 g Kartoffeln mit Schale gekocht und mit Schale geviertelt
200g alter (!!!) geriebener Gouda (wichtig für Geschmack, dass der Gouda mindestens 18 Monate gereift ist. Keinen anderen Käse verwenden!)
Olivenöl mit Salz, geschrotetem Pfeffer, Zitronensaft, Zitronenschale, Pfefferoni, frischen Rosmarin und Knoblauch würzen, Hähnchenbrustfilets in kleine Stücke (ca. 8 x 2,5 cm) und die mit Schale gekochten Kartoffeln (geviertelt) in Marinade schwenken und ca. mind. 12 Stunden (über Nacht) in dieser Marinade im Kühlschrank ziehen lassen. Am nächsten Tag das gewürzte Fleisch mit den Kartoffeln gleichmäßig in einer Auflaufform verteilen (nach Möglichkeit nicht mehrschichtig!) und mit dem alten geraspelten Gouda dick bestreuen. Bei 180 Grad bei Umluft ca. 20 Min. überbacken
Viel Spaß bei der Zubereitung – und beim Essen natürlich!
In Berlin ist die Zonengrenze abgeschafft, aber die Kunstzone-Berlin eingeführt!
Wenn ihr nun noch Neu-Gieriger geworden seid, besucht uns unter
… vier junge Leute gründen eine Firma: Missy X, Max, Matze und Andrea. Missy X ist die Pixel-Fee, zuständig für neue Entwurfskonzepte und deren digitalen Umsetzung. Unterstützt wird sie hierbei von Max, der die Technik pflegt und am laufen hält. Allerdings nur stundenweise, da er als Zweitjob Musik in Clubs auflegt. Matze kümmert sich um die Buchhaltung und hilft wo immer er kann. Andra leitet die Geschäfte und sorgt für neue Aufträge.
Missy X und die Kunst bilden eine wunderbare Einheit. Für sie gibt es kaum ein anderes Thema, ab und zu lässt sie sich von Max überreden, ihn bei seinen Auftritten in den angesagten Mitte-Clubs zu begleiten. In den letzten Monaten sind sich Max und Missy X näher gekommen und haben sich ineinander verliebt. Dann verschwindet Missy X völlig unerwartet und wird vermisst. Alle in der Firma sind in heller Aufregung.
Matze hat zeitweise Stress mit seinem Lebensgefährten Leon, schafft es aber immer wieder ihm zu zeigen, dass er nicht so trocken und langweilig ist, wie man sich üblicherweise Buchhalter vorstellt. Beide lieben Kunst und Kultur, sind häuslich. Während Missy X verschwunden ist, erwartet Matze Besuch von alten Freunden aus seiner Studienzeit. Er hat jedoch etwas Bedenken wegen seiner Beziehung zu Leon, da er sich weder seiner Familie noch alten Freunden aus der Heimat gegenüber geoutet hat.
Max ist das krasse Gegenteil zu Matze: Er liebt die Frauen, genießt das Berliner Nachtleben in vollen Zügen und lebt alles nur nicht sehr häuslich. Er ist der Musikprofi und weiß, wo welche Bands auftreten und welcher Club gerade der hippeste der Stadt ist und ist ist dort aufgrund seiner umfassenden Kenntnisse der Musik-Szene als DJ sehr gefragt. Aber seit Missy X verschwunden ist, merkt er, wie all das unwichtig wird, wie sehr sie schon Platz in seinem Leben eingenommen hat.
Andrea lebt und arbeitet ausschließlich für die Firma. Etwas anderes findet kaum Platz darin – außer Ihre Liebe zum Kochen. Hier wird sie fast so leidenschaftlich wie bei der Arbeit und sie genießt es sehr, Freunde einzuladen und diese mit Leckereien zu verwöhnen. Einen guten Tropfen Wein mitinbegriffen. Sie genießt es aber am meisten, mit ihren jungen Kollegen die Firma auf- und auszubauen, zu wissen, dass sie die Kraft und Energie haben, gemeinsam ihren Traum realisieren.
Missy X: Sorry, sorry, sorry – und vielen Dank, das ihr alle so viel Anteil an meinem Verschwinden genommen habt. Mein E-Mail-Postfach stand kurz vor dem Supergau…
Was los war??? Ich versuche es kurz zusammenzufassen. Vor meinem Verschwinden nervte mich so ein Idiot jeden Tag x-mal mit unbeschreiblich ekeligen Telefonanrufen. Ich erspare euch die Details und überlasse sie eurer Fantasie. Das nervte so sehr, dass ich an dem bewussten Wochenende das Weite gesucht habe. Nach Hause konnte ich auch nicht, da dort der Telefonterror von diesem Irren direkt fortgesetzt wurde. Also fuhr ich zum Flughafen, tippte mir blind (ich liebe solche Aktionen) einen Billigflug aus der Last-Minute-Liste heraus… Was gibt es schöneres, als die totale Ungewissheit, wo man am Abend landen wird…
…. und so landete ich Freitag Nacht auf Mallorca. Erst lief alles Bestens, ein schöner Flug, ich suchte mir ein kleines Hotel, das Wetter war angenehm frühlingshaft und ich hoffte, dass sich meine Nerven etwas beruhigen. Ich genoss den Samstag in vollen Zügen, mit einem schönen Spaziergang am Strand, um meinen Kopf zu lüften und gönnte mir in einer kleinen Taverne eine Fischplatte vom Feinsten. Dachte ich, allerdings war das ein Trugschluss. In der Nacht zu Sonntag entwickelte sich das Feinste zum Gegenteil, ich wusste nicht, was oben und unten ist. Die fieseste Magenverstimmung meines Lebens. Es ging gar nichts mehr. Bis Donnerstag war ich out of order, total neben der Spur. Kein Gefühl mehr für den Tag, nichts gegessen, nur… Kaum kam ich wieder zu mir, gab es aufgrund von Sturm totalen Stromausfall, der Flug- und Fährbetrieb wurde eingestellt und selbst die Telefone waren tot. Lustig ist was anderes, ich dachte, mein letztes Stündlein hat geschlagen und das noch mutterseelenalleine. Habt ihr schon einmal ohne Strom, ohne Handy, ohne Computer!!, Glotze eure Zeit verbracht??? Das ist Wahnsinn… Um zum Schluss zu kommen: Gleich nachdem sich sie Wetterverhältnisse beruhigten, schickte ich Andrea die SMS und versuchte einen Flug nach Hause zu buchen, dachte ich mir doch, dass ihr euch alle schreckliche Sorgen macht. Aber gegen die Naturgewalten kommt kein Mensch an!
Übrigens: Per Fangschaltung ist inzwischen der verbale Schmutzfink ins Netz gegangen…
Andrea: Ein Lebenszeichen!!! Missy X hat eine SMS geschickt mit der Nachricht „alles ok, melde mich“. Herrgottnochmal, ich bin wütend und glücklich zugleich und sitze nun den ganzen Tag am Telefon in der Hoffnung, ihre Stimme zu hören. Was war nur der Grund für ihr Verschwinden?
Nun wird aber erst einmal überprüft, ob die Nachricht auch echt ist, oder nur ein Scherz von Irgendjemanden. Aus dem Netz. Ein Verrückter. Oh je, ich darf gar nicht daran denken, ich will !! denken, dass es Missy X gut geht und sie bald wieder bei uns ist!!
Danke an euch da draußen und die große Anteilnahme! Schön, dass ihr versucht habt zu helfen, und sei es nur mit euren tröstenden Worten…
Max: Hier ist die Hölle los. Es brennt die Luft. Alle drehen völlig am Rad, die Party “Betreutes Trinken” in Kreuzberg ist ein nasser Scheißdreck dagegen. Unsere Missy X ist jetzt schon seit einer Woche unauffindbar und mir geht es so dreckig wie schon lange nicht mehr. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich jemals wegen einer Frau so beschissen fühlen würde. Keiner kann nachvollziehen, warum wir kein Lebenszeichen bekommen – kein Anruf, einfach nur NICHTS. Es macht mich wütend und völlig hilflos. Wenigstens mir könnte sie mitteilen was los ist – ich dachte, wir wären zusammen… ich verstehe das Ganze nicht. Ich bin fertig, so alle, dass ich nicht einmal Lust auf die Beatsteaks-Party habe, und die Vorstellung ihrer neuen CD Boombox verpasse … sorry, ich fühle mich so grottig, dass ich mich für heute besser abmelde und nochmal zu Missy X Wohnung fahre… Die Hoffnung nährt!
Matze: Unverändert. Alles ist unverändert, leider. Kein Lebenszeichen von Missy X und es macht uns alle völlig verrückt. Ich bin schon ganz krank vor Sorge und sobald ich aufhöre mich mit der Firma zu beschäftigen, könnte ich heulen wie ein kleines Kind. Zum Glück kommen heute meine alten Kumpels aus meiner Studienzeit zu Besuch, das wird mich vielleicht etwas ablenken. Ein klein wenig Sorge bereitet mir, wie ich ihnen Leon vorstellen soll. Sie wissen nicht – na ja, ihr ahnt es schon. Ich bin eben ein Feigling. Meine Familie weiß auch nicht, dass ich mit einem Mann zusammen bin. Wahrscheinlich bekämen sie einen Herzinfarkt.
Andrea: Chaos. Nichts geht mehr. Die Stimmung ist auf dem Nullpunkt. Ich lege die Arbeit jetzt nieder und gehe in die Küche und koche für uns alle ein leichtes Mittagessen, dass uns hoffentlich wieder in Schwung bringt und uns die Sorge um Missy X einen Moment vergessen lässt:
(Zubereitungszeit ca. 35-40 Min, sehr einfach!)
1 Bund glatte Petersilie
1 Bund Basilikum
1 Bund Minze – alles fein gehackt
oder 1 Paket tiefgefrorene Kräutermischung
Außerdem: 150 g frischer Blattspinat (gewaschen und grob gehackt)
alternativ kann auch gefrorener Blattspinat genommen werden, ca. 150 – 200 g
250 g Puy-Linsen (oder grüne Linsen) in einem Topf mit leicht gesalzenem Wasser zum kochen bringen und bei kleiner Flamme ca. 25-30 Minuten garen, bis sie weich sind. Dann abgießen, wenig Wasser auffangen und beides wieder in den Topf geben. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und 5-6 EL Olivenöl zugießen. Kräuter und Spinat zugeben und bei starker Hitze zusammenfallen lassen. Als „Beilage“ ist griechischer Joghurt als frische Komponente gut.
Wer die Linsen weiter verfeinern möchte, kann nun die Linsen wie folgt anrichten:
pro Person 3 Nudeltaschen (Tortelini) in Olivenöl kurz anbraten
Kräuterlinsen darauf geben
1 Eßl. pro Portion griechischer Joghurt darüber
mit je 1 Riesengarnele garnieren (schmeckt auch ohne gut, ist aber sehr schön fürs Auge!)
Andrea: Nachdem Missy X nun ganz offiziell als vermisst gemeldet wurde, habe ich nun den kreativen Part in der Firma übernommen. Eigentlich ist das too much. Meine anderen Aufgaben leiden, auch wenn Matze wirklich hilft wo es nur geht und mir alles abnimmt, was er erledigen kann. Ich habe den Verdacht, er betäubt seine Sorge mit Arbeit – na ja, wie wir alle. Max leidet so offensichtlich, dass ich nur hoffe, dass sich kein Kunde hier verirrt wenn er da ist… Er dreht voll am Rad und sieht leicht verwahrlost aus, auch wenn wir es mit der Kleiderordnung hier sehr locker sehen.
Max: Wenn das so weiter geht, gehe ich vor die Hunde. Ich bin so wütend auf Missy X, dass ich platzen könnte. Habe keine Lust mehr auf gar nix, meine Auftritte in den Clubs sind alle abgesagt, null Bock. Für heute habe ich noch zwei Karten für PJ Harvey im Admiralspalast – Missy X wollte da unbedingt hin. Aber was soll ich dort alleine ? Ich würde Krämpfe kriegen, dieses Konzert ohne sie – undenkbar! Wo sie sich doch schon seit Wochen darauf gefreut hat! Werde jetzt Ijon Tichy anrufen und ihm sagen, dass er zwei Tickets für diesen super Live-Auftritt von PJ Harvey hat! So eine Sch….
Matze: Heute ist Sonntag Abend und ich wollte Euch eigentlich erklären wie Missy X arbeitet. Aber da wird nichts daraus, da sich hier die Ereignisse gerade überschlagen und wir mit völlig anderen Sachen als mit unserer Arbeit beschäftigt sind. Alle sind total durch den Wind und dieses Durcheinander macht mich ganz krank. Stellt Euch mal vor, da hat doch eine fremde Person seit ein paar Tagen den totalen Telefonterror mit unseren armen Missy X betrieben mit dem Ergebnis, dass sie am Freitag Nachmittag völlig aufgelöst überstürzt und ohne ein erklärendes Wort an uns das Büro verließ. Max folgte ihr und versuchte sie auszufragen, was diese Anrufe zum Inhalt hatten – jeoch ohne Erfolg. Sie hat ihn abgewimmelt und das wars. Wir sind ratlos! Max war nun das Wochenende damit beschäftigt, unsere Telefone mit einer Fangschaltung zu präparieren. Andrea hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet.
Missy X ging gestern und heute nicht ans Telefon und zuhause in ihrer Wohnung ist sie auch nicht zu erreichen. Was ist nur geschehen???
echter Fotoabzug auf Aluminium-Trägerplatte (glänzend kaschiert)
Maße 60 x 60 cm – 130 €
Max: Heute bin mal wieder dran, Euch zu erzählen was hier abgeht. Derzeit Stress, Missy X bekommt ständig irgendwelche komischen Anrufe, die sie offensichtlich gar nicht erheitern. Muss sie mal fragen, was da los ist, bevor sie völlig tillt. Nun aber was zu Eurer Erheiterung denn unser Trabi-Bild, das Angebot des Monats Februar, hat einen neuen Trend hier ausgelöst: Wer kennt den besten Trabi-Witz? Deshalb jetzt unser Tagessieger:
Kommt ein Trabifahrer in eine Autowerkstatt und fragt den Meister:
“Sagen sie mal könnte ich meinen Trabi tieferlegen, oder verbreitern, eventuelle auftunen?”
Beschaut der Meister den Trabi und meint: “Sicher.”
Darauf der Trabifahrer: “Und was würde es kosten?”
Der Meister: “5 Euro!”
Trabifahrer: “Willst du mich verarschen?!”
Meister: “Wieso, wer hat denn damit angefangen?”
Mich sollte man allerdings besser fragen, was am Wochenende so in Berlin abgeht, Party oder neue Clubs, oder Musik…. Hier schnell noch ein heißer Tip: Wenn ihr Lust auf das „Juwel der UK-Indieszene“, die Band „Scanners“ habt, könnt ihr sie am Sonntag, dem 20.2. im „Comet“ live sehen. Ich bin dort auch live vertreten (hoffentlich nicht solo) und werde viel Spaß haben. Euch ein superschönes Wochenende, bis denne….
Bevor ich´s vergesse, Andrea hat mich beauftragt noch ein wenig Werbung zu machen: Das Trabi-Bild bieten wir allen unseren Fans in der Ausführung “echter Fotoabzug auf Aluminium-Trägerplatte (glänzend kaschiert) in den Maßen 60 x 60 cm für 130 € an. Nur über Anfrage unter info@Kunstzone-Berlin.de.
Missy X: Hey, ist das Leben nicht wunderschön?? Die Sonne scheint -wenigstens ab und zu – und alles läuft bestens. Natürlich auch die Arbeit, aber – es ist ja kein Geheimnis – auch Max macht (mir) viel Spaß. Und nicht nur bei der Arbeit… Am Valentinstag überraschte er mich mit roten Rosen – ROTE ROSEN, ihr wisst, was das bedeutet… Seit Max sich im Berghain so daneben benommen hat, ist er wie ausgewechselt, ist aufmerksam, nett und brummt und summt um mich herum, verbreitet gute Laune und verwöhnt mich mit Kaffee und Sahneschnittchen – mein Sahneschnittchen… smile.
Matze: Heute geht es hier zu wie im Irrenhaus. Besser gesagt im Bienenkorb! Missy X sitzt am digitalen Zeichenbrett und arbeitet an neuen Entwürfen. Wir werden oft gefragt, wie das geht und ich werde Missy X fragen, ob ich Euch das mal zeigen darf – VERSPROCHEN. Na ja zum Thema Bienenkorb – nicht nur unsere Arbeit bestimmt diese Atmosphäre – sondern auch die Tatsache, dass unsere Missy und Max mit einem Dauerlächeln im Gesicht wie verblödet umeinander herumschwirren. Mir wird schon schlecht beim zugucken… Na ja, zugegeben, mir ist auch noch ein wenig schlecht von gestern Abend, da Leon und ich die ganze Flasche Champus geleert und dabei Zeit und Raum vergessen haben. Na ja, ihr wisst schon, Valentin… Wir vergaßen darüber sogar unser schönes Abendessen – das kommt dann eben heute dran – obwohl – das “Abendessen” von gestern mir lieber wäre.
Andrea: Zum Valentinstag haben wir für alle unsere LiebhaberInnen der Kunstzone ein ganz besonderes Geschenk:
15% Rabatt auf alles in unserem Webshop, was Euer Herz begehrt. Bei der Bestellung einfach den Gutscheincode: “Valentin” eingeben. Damit alle unsere Fans in Ruhe auswählen können, lassen wir für Euch die Aktion bis einschließlich 21.2.2011 laufen.
Ich hoffe, das lässt Eure Herzen höher schlagen oder als Überraschung für Eure(n) Liebste(n)?
Missy X und Max schieben sich schon ständig Bilder unter die Nase – wie z.B. “Leben jetzt, es gibt kein anderes” …. Ja, ja die Hormone. Matze hetzte heute in der Mittagspause davon und kam mit einer Flasche Champus zurück. Ist ja klar für wen die gedacht ist, smile.
Ich gehe jetzt auch nach Hause, vielleicht schaffe ich es ja, für meinen Liebsten einen Blitz-Käsekuchen zu backen. Das ist keine Kunst – und ihr könnt auch gleich loslegen…. Hier das Rezept mit meinen Extra-Tips für gutes Gelingen:
Blitz-Käsekuchen – der kein Kunststück ist (die findet ihr auf unserer Website)
Zubereitungszeit 20 Min.
Ca. 220 kcal pro Stück (bei 12 Stück Kuchen)
Butter aus dem Kühlschrank legen – sonst zu hart
Backofen bei 170 Grad Ober und Unterhitze vorheizen
Backform mit Butter einreiben und mit Hartweizengrieß reichlich ausstreuen.
Runden Boden verkehrt herum in die Springform einlegen, dann ist der Kuchen später besser zu schneiden und löst sich besser von der Form.
250 g Butter klein schneiden
200 g Zucker
1 Fl. Vanille-Butter-Aroma
mit dem Mixer gut schaumig rühren
in extra Schüssel
6 Eigelb mit
2 Päckchen Vanillepudding schaumig rühren
in extra Schüssel
1 kg Magerquark mit Rosinen (handvoll) gut verrühren
in hohem Rührbecher
6 Eiweiß steif schlagen
alle separat zubereiteten Zutaten mit dem Schneebesen unterziehen, gut mischen.
Teig in Backform einfüllen und im vorgeheizten Backofen bei 170 Grad Ober und Unterhitze eine Stunden langsam! goldgelb backen.
Ganz vorsichtig auskühlen lassen, am besten im leicht geöffneten Backofen, damit der Kuchen nicht zusammenfällt.
Lecker – lecker – lecker und schnell zubereitet!
Max: Es ist ein herrlicher Tag, die Sonne scheint, ich habe gute Laune, singe und pfeife, freue mich schon auf den kommenden Mittwoch, da ich Freikarten für das zehnjährige Bestehen der Club Commission im “Magnet” bekommen habe und die Party mit tollen Musikgruppen viel Spaß verspricht. Und da lese ich doch in der Zeitung, dass es vielleicht in fünf Jahren in Berlin keine Clubkultur mehr gibt, Worte wie Clubsterben und so… Berlin ohne Clubkultur – undenkbar. Ein Fiasko wäre das und entsetzlich langweilig. Außerdem würde mich das zu 50 % arbeitslos machen, vorbei dann mit Musik auflegen… Also Leute, macht Euch mit mir stark, unterstüzt den Verein Club Commission, damit auch die Bezirkspolitiker überzeugt werden können, dass die Clubkultur unterstützt anstatt bekämpft wird. Und weil das ja auch noch nicht genug schlechte Nachricht für einen so schönen Tag ist, ist Missy X heute auch noch schlecht drauf. Nur weil ich ein wenig geflirtet habe, muss man doch nicht gleich so empfindlich sein…
Missy X: Sorry, dass ich am Montag so kurz angebunden war, aber ihr wisst ja, unsere Arbeit hier ist kein Waldspaziergang. Heute kann ich es Euch ja verraten, dass ich vorgestern mit Max im Berghain war. Nachteil: ich musste bis heute warten, um mich von meinem letzten Cocktail zu erholen. Vorteil: Geile Musik – einfach super und so ganz nach meinem Geschmack. Super Stimmung, IRON AND WINE ist eine tolle Gruppe, die den Saal zum kochen bringt. Mich auch, aber insbesondere deshalb, weil Max ganz massiv mit einer anderen Tussi rumalberte. Macht man(n) das mit mir? NEIN. Nun folgt erst einmal Schweigen im Walde.
Andrea: Hallo, – alle Mitglieder der Kunstzone-Berlin melden sich heute im neuen Jahr bei Euch endlich zurück! Und – versprochen, wieder regelmäßig. Durch den Großauftrag und den Urlaub von Missy X und Max ist mir die Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes auf die Füße gefallen… zum Weglaufen. Weggelaufen bin ich aber nur zur Akquise – und das war nicht schlecht. Fragt mich bitte nicht nach meinem Privatleben, sonst bekomme ich Ausschlag und schreibe auf mein T-shirt “mehr davon” … Vier Wochen lag Missy X nun unter der Sonne Mallorcas und hat jede Menge Energie getankt, mit welchen Naturburschen auch immer. Max war auch im Warmen, auf Goya und sieht recht fertig aus. Mein Mitleid hält sich allerdings in Grenzen.
Missy X: Hopla, was lese ich da? Naturburschen??? Schön wär’s gewesen… Mein bester Freund war mein Laptop und ich habe unzählige neue Ideen und Entwürfe für die Kunstzone aus dem Urlaub mitgebracht!!
Max: Hallo, meine Freunde seid gegrüßt. Bin auch wieder an Bord, leider nicht als Kapitän, sondern als Computerknecht. Missy X hat mich schon schwer gequält aber ich werde mich heute Abend im Berghain bei IRON AND WINE, bei Blues und afrikanischer Musik erholen. Mal sehn, ob Missy X mitgeht.
Matze: Das Beste kommt zum Schluß. Allzeit bereit und immer mit Ärmelschonern über den Büchern und gar nicht langweilig. Die Zahlen werden immer besser und meine Stimmung auch. Also wird sich das vielleicht auch auf mein Privatleben übertragen, ich weiß, wer sich da freuen wird…
Matze: Wenn ich euch heute keine Nachrichten über uns ins www. stelle, glaubt ihr vielleicht, es gibt uns nicht mehr! Aber weit gefehlt, was es bei uns derzeit ganz sicher nicht gibt, ist viel Zeit. Leon hat sich auch schon bei mir beschwert und mich darauf hingewiesen, dass wir eigentlich die Vorweihnachtszeit dieses Jahr einmal wirklich und wahrhaftig in Ruhe genießten wollten, mit Bummeln über den Weihnachtsmarkt, Glühwein trinken und zum “Nachtkonsum” gehen, in Ruhe Geschenke aussuchen, alles, nur nicht die “vor Weihnachten mach ich mich alle-Nummer”…
Leider geht es aber nicht eins, zwei, drei, mit Zahlenhexerei. Missy X hat schon Ringe wie Wagenräder unter den Augen, da sie einen Großauftrag abwickelt, Andrea schafft ständig neue Aufträge für die Kunstzone-Berlin herbei und hat Missy X einen neuen Grafikrechner gekauft, den Max gerade konfiguriert. Dabei läuft hier singend und pfeifend durch das Atelier und macht alle mit seiner permanent guten Laune verrückt. Aber vielleicht werden wir dadurch wieder normal und drehen nicht mehr so am Rad. Aber ich will mich gar nicht beklagen, denn wir freuen uns sehr, dass unser kleines Unternehmen gut anläuft und brummt. Also höre ich auf zu brummen und mache mich jetzt durch das Scheechaos auf nach Mitte. Leon wartet schon und ich möchte nicht schon wieder Spielverderber sein… zumal er mich gestern mit einem ganz süßen Nikolausi überrascht hat….
Max:Melde mich zurück, noch etwas müde (wo ist mein Kaffee!!??), denn das Wochende war mal wieder recht heftig und die Nächte viel zu kurz. Am Samstag hatte ich einen Mega-Auftritt im Lovesky – meine Musikauswahl kam so gut an, dass ich bis zum Morgengrauen – das bekanntlich derzeit recht spät kommt – meine Fans beglückt habe. Na ja, vielleicht lag es auch daran, dass ich Missy X überreden konnte, mitzukommen. Nein, ich lasse mich jetzt nicht darüber aus, sonst bekomme ich wieder einen Rüffel – von wegen Tanzmaus und so… Denkt euch eben euren Teil.
Gestern gabs hier einen Arbeits-Großeinsatz, den ich allerdings erst am Nachmittag mit leckeren Futter vom “Saigon”unterstützen konnte. Gesundes Essen kommt leider oft zu kurz – aber ich sehe gerade, Missy X lenkt mit einer Schale Obst von Schokolandenlebkuchen ab und ich lenke meine Aufmerksamkeit jetzt mal auf Missy X – nein, auf ihren Laptop… Matze steht auch schon in der Spur mit der Programmierung des neuen Buchhaltungsprogramms. Bis denne…
Missy X: Hallo, ihr Freunde im Netz – es herrscht hier draußen eisige Kälte und bei uns brennt die Luft!! Nein, es ist nicht das Weihnachtsgeschäft, dass unsere Heizung im Atelier bald überflüssig macht, sondern neue Akquiseerfolge! Matze und Andrea waren unermüdlich, was sich gelohnt hat. Schade ist, dass wir alle nun gar keine Zeit mehr haben, da wir mit Auftragsabwicklungen beschäftigit sind. Einerseits gut, andererseits gibt es weder selbstgebackenes Weihnachtsgebäck geschweige denn Glühwein – zu meinem größten Bedauern. Aber unsere Fans haben uns nicht vergessen – ein großes Lebkuchenpaket ist eingetroffen – DANKESCHÖN! Heute gibt es dazu einen heißen “Kinderpunsch”, damit wir ihn nicht vergessen: der erste Advent – und kein Lichtlein brennt…. Max kommt gerade strahlend die Tür herein – und was sehe ich??? Er stellt mir einen kleinen rosa Plastikchristbaum mit Minilämpchen auf meinen Schreibtisch und grinst dabei wie ein Honigkuchen…. Wenn das mal nicht alles passt – smile! Werde ich verwöhnt….. Matze und Andrea haben offensichtlich auch ausgeschlafen und werden gleich hier eintreffen. Also ist fröhliches Adventsarbeiten angesagt mit Bilderhäppchen und pixelgespickten Lebkuchen! Einen super schönen ersten Advent an alle und liebe Grüße von eurer Missy
Matze: Nein, keine Angst, ich werde euch heute nicht mit schlechter Laune langweilen. Zum Glück – meinem Glück – geht es mir wieder gut. Mit Leon konnte ich gestern reden, ich hatte ihn ins Schneeweißchen eingeladen, denn damit kann ich ihn immer aus seiner Wohnung locken, da die Küche dort nach seinem Geschmack ist. Nach unserem Gespräch war dann klar, ich habe mal wieder alles in den falschen Hals bekommen, er wollte mich weder vor den Kopf stoßen noch ärgern. Warum mache ich mich immer gleich so verrückt, warum kann ich nicht einfach cool bleiben? Bei meiner Arbeit kann ich das doch auch – sogar sehr gut. Derzeit brennt mein Schreibtisch, ich weiß oft nicht, wo ich überhaupt anfangen soll, aber trotzdem – mache ich in Ruhe eins nach dem anderen… So sollte ich das im Privaten auch einmal probieren…
Andrea hat bis Freitag wieder jede Menge neue Geschäftsbeziehungen geknüpft und ist allerdings nach den aufregenden letzten Wochen mehr als urlaubsreif. Ich habe ihr empfohlen, sich mal ein paar Tage Ausszeit zu nehmen… wir schaffen das hier schon. Und ich schaffe mich nun wieder weg vom Rechner, da ich mit Leon verabredet bin, wir wollen auf den Flohmarkt im Mauerpark und anschließend werden wir gemeinsam was Leckeres kochen. Heute steht Zitronenhuhn auf unserem Küchenprogramm – lecker…. und dazu einen wunderbaren leichten Soave aus Italien…
Max: Uns bleibt derzeit fast die Luft weg — so viel Arbeit. Natürlich leidet dann unser Block ein wenig – aber wir vertrösten euch nun aufs Wochenende! Dann berichten wir, was es Neues gibt. Vorab nur so viel, Missy x ackert so viel, dass es mir beim zuschauen schon schwindlig wird und heute habe ich ihr das Bild “Leben jetzt!” aus der Serie Flaschenpost unter die Nase gehalten, damit sie endlich wieder von ihrem Trip runter kommt. Sorry, ich bin mal wieder in Eile, morgen lege ich im Beatclub B. Musik auf und muss mein neues Programm noch vorbereiten….
Andrea: Heute sind wir vier Wochen online – und deshalb eine kleine Bilanz für alle Interessierten: mit 90 Besuchen am Tag auf unserer Website sind wir für den Anfang ganz zufrieden. Jeden Tag gewinnen wir neue Kunden dazu und freuen uns, dass unsere Bilder so großen Anklang finden! Inzwischen haben wir Fans in 14 Ländern, u.a. in USA, UK, Italien, Frankreich, Spanien, Finnland u.a. Das bringt uns positiv in Schwung wie ihr sehen könnt, haben wir heute schon wieder neue Berlin-Bilder eingestellt. Nun hoffen wir mal auf ein gutes Weihnachtsgeschäft!
Missy X: Heute morgen habe ich mir wirklich die Augen gerieben! Nein, nicht weil ich die letzten drei Tage die Nächte durchgesumpft habe! Ihr erahnt es vielleicht schon – weil unser Blog hier von meinen beiden Kollegen fortgeschrieben wurde! Über den Inhalt möchte ich mich allerdings an dieser Stelle nicht auslassen, nur so viel zum Thema Missy X, die hier als wilde Tanzmaus dargestellt wurde. Die wilde Tanzmaus hat ihr freien Tage damit verbracht zu schlafen (das war bitter notwendig), zu lesen (Jonathan Franzen – Freiheit, in jeder Hinsicht sehr zu empfehlen!) und gemütlich auf dem Sofa abzuhängen. Und das ohne Rechner, kein jetten, twittern oder E-Mails, voller Entzug aus der Netzwelt. Ein komisches Gefühl, muss ich zugeben aber es tut auch gut, sich all dieser elektronischen Reizüberflutung mal zu entziehen. Der Vorteil dabei war, dass mir wieder ganz viele neue Ideen durch den Kopf gegangen sind, die wir heute Morgen beim Kaffee schon besprochen haben. Was das ist, werde ich euch heute noch nicht verraten…
Verraten kann ich aber, dass Matze richtig schlechte Laune hat, was vermutlich, wenn ich seinen Beitrag richtig interpretiere, mit Leon zusammenhängt. Wer Leon ist, wollt ihr wissen? Nun muss ich an mich halten, um nicht ins Schwärmen zu kommen… Er sieht super aus, er ist groß, schlank, hat halblange dunkelbraune Haare, ein Lächeln, dass alle Herzen im Sturm erobert und ist immer gut drauf. Er schleicht sich in Sekunden in alle Herzen mit einem Charme, der unbeschreiblich ist. Leider stimmt seine Sichtweise aufs Leben mit der von Matze oftmals nicht so gut überein und es gibt Ärger. Vermutlich auch am letzten Wochenende und wird sich dann – hoffentlich – schnell wieder legen.
Nun ruft mich mein Zeichenstift und ich werde meine Kreativität vom Blog auf mein Zeichenbrett verlegen. Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche und bis bald!
Matze: Ja, ja ich weiß, ich habe meinen Part an dieser Stelle vernachlässigt. Heute ist Sonntag und ich bin zwar nicht besonders gut in Form (gestern war ein schwarzer Tag für mich) aber zuverlässig. Wie immer. Vielleicht kann ich nicht anders und sicherlich bin ich deswegen hier auch für die Zahlen verantwortlich. Manche Leute finden das bestimmt langweilig, mein Freund Leon leider auch. Vielleicht wäre es ihm lieber, ich wäre ein verrückter Maler oder Schriftsteller, aber wie ihr gerade mitbekommt, bin ich kilometerweit davon entfernt. Wahrscheinlich verknüpft Leon (und auch ihr) Zahlen mit Langeweile, aber das ist der Fehler, den viele Menschen machen und mich offensichtlich unatraktiv. Die richtigen Zahlen können dabei so unglaublich beflügeln, dass Unmöglich geglaubtes auf einmal möglich wird. Na ja, so weit sind wir noch nicht, aber wenn Andrea weiter so aktiv Akquise betreibt – mit meiner Unterstützung natürlich – dann kommen wir vielleicht dahin.
Es fällt mir so schwer, was Sinnvolles zu schreiben. Nicht dass ich diese Aufgabe hier nicht mag, aber der der Abend gestern war einfach zu viel für mich. Es tut weh, wenn man von einem Freund so enttäuscht wird, dem man vertraut hat…
Entschuldigt mich, ich melde mich wieder…
Max: Ihr werdet es nicht glauben – es ist Samstag Abend und ich sitze hier in unseren – derzeit nicht so besonders wohnlichen – Räumen (hier riecht alles nach Arbeit) und bin verurteilt worden, endlich meinen Blog-Beitrag ins Netz zu stellen. Vielleicht könnt ihr nachvollziehen, dass mir das am Samstag sehr schwer fällt und ich natürlich versucht bin, ein kleines Nickerchen zu machen, da ich von gestern noch ein wenig matt bin. Aber nix da, die Arbeit ruft! Missy X hat mich schwer genervt, da sie am Freitag Abend ihren Rechner wieder einmal platt gemacht hat – sie treibt mich mindestens drei mal die Woche mit solchen Scherzen in den Wahnsinn. Es soll einfacht tun – ihre Worte – aber dass man da auch das Richtige tun muss, geht ihr voll am A… vorbei… Aber der gute Max richtet wieder alles und kommt nicht dazu, endlich die versprochene Werbung in You Tube auf den Weg zu bringen. Nein, das ist keine Ausrede, wenn auch ganz, ganz böse Zungen behaupten, dass mir meine Musik mehr Spass machen würde, als meine Arbeit hier im Büro. Nun muss ich diesen Gerüchten erst einmal entgegen wirken mit einer klaren schriftlichen Stellungnahme: Ich bin der größte Fan von Missy Xs Bildern, ich liebe sie. Natürlich die Bilder, versteht sich. Obwohl Missy X auch nicht zu verachten ist. Für diesen Satz bekomme ich sicherlich eins auf den Deckel… Egal. Außerdem begleitet sie mich gerne, wenn ich Musik in den Clubs auflege und dann ist ihr selbst die Arbeit an den Bildern egal. Manchmal tanzt sie die ganze Nacht durch und ist wie auf Droge. Natürlich von meiner Musikauswahl – versteht sich – und nichts anderem. Da ist sie stur wie ein Ochse. Derzeit hat sie sich drei Tage Auszeit genommen und ich halte, wie ihr schwarz auf weiß lesen könnt, die Stellung. Auch heute Abend im CA2-Club am Plattenteller, wäre super, wenn ihr, die jetzt gerade diese Zeilen lest, auch kommen würdet. Matze kann leider auch nicht, denn er geht heute ins Berghain und weiß der Geier, mit wem er sich da mal wieder trifft.
Übrigens, mein Treffen mit Ijon Tichy war super… Das ist der heißeste Typ hier in Berlin, den einzigen Makel den er hat ist, dass er im Filmgeschäft und nicht in der Musikbranche arbeitet. Stellt ihn euch vor wie Bonaparte… Wir hatten neulich sehr viel Spaß miteinander und ich habe versucht, ihn für die geplanten Werbespots für die Kunstzone-Berlin zu gewinnen. Obwohl er mein Freund ist, hat er gezuckt… Mal sehn, ob ich ihn doch noch überreden kann mitzumachen.
Aber ihr da draußen im www. auch – wo bleiben die kleinen Werbefilme von euch??? Da der Sommer nun endgültig eingemottet ist und uns mieses Nieselregenscheißwetter und Kälte viel Freizeit im Haus verursacht, wäre die Zeit perfekt, um euch an unserem Casting zu beteiligen.
Jetzt nehmt es mir nicht übel, dass ich mich auf die Socken mache. Ich brauche mindestens noch eine dreiviertel Stunde bis zum CA2-Club und die Nacht wird wieder sooo lang und in diesem Sinne euch ein cooles Wochenende mit ebenfalls viel Spaß. Vielleicht sehen wir uns ja, wenn ihr Lust habt…
Andrea:…. nun sind 14 Tage ins Land gezogen, und wir freuen uns, dass es so viel Interesse an unserer Website und zum meinem Erstaunen auch an unserem Blog gibt! Ja, Google machts möglich, nicht nur Straßen und Häuser werden sichtbar, sondern auch die Seitenzugriffe auf die Website der Kunstzone-Berlin!
Bevor wir unseren Blog fortsetzen und ein wenig über uns und was wir machen erzählen, möchte sich unser Team erst einmal ganz, ganz herzlich bei euch für die vielen guten Wünsche zur Geschäftseröffnung bedanken!!! Wir haben gar nicht mit so großem Interesse und so viel Anteilnahme an unserem kleinen Unternehmen gerechnet, uns jedoch riesig über die Glückwünsche gefreut. Diese Freude ist so groß, dass wir gemeinsam beschlossen haben, euch etwas Schönes zurück zu geben: Missy X war für euch fleißig und herausgekommen ist der “Berliner Dom in Italien”. Da wiederholt der Wunsch nach einer limitierten Auflage von unseren Fans geäußert wurde – fangen wir gleich damit an:
Für euch jetzt zum Dankeschön-Preis von 60 €!
Material: Hochwertige Künstlerleinwand, Format 40 x 40 cm
So, nochmals tausend Dank für euer Interesse und die vielen netten Worte zur Eröffnung der Kunstzone-Berlin!!!
Missy X: Jetzt kann ich mir ein Grinsen nicht verkneifen – Andrea schreibt als erste den Blog weiter…. Aber sie hat ja auch allen Grund dazu, euch ein Dankeschön ins www zu schicken!!! Ich schließe mich ihrem Beitrag einfach an und mache es für heute kurz, weil ich totmüde bin…. nach so vielen Nachtschichten. Nein, nicht nur wegen des Berliner Doms in Italien! Wir haben eine so große positive Resonanz unserer Serie Berlin-Mitte erhalten, dass es nun in Kürze neue Bilder gibt! Schreibt mir doch mal über info@kunstzone-berlin.deDiese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , welches eure Lieblingsserie ist, oder euer Lieblingsbild. Es motiviert uns sehr, wenn wir wissen, was euch begeistert und wir können dann entsprechend neue Bilder entwickeln.
Nun wirds hier langsam etwas fröstelig, Matze hat mir schon die Heizung abgedrecht. Also Zeit für den Heimweg. Und der ist lang, denn wir arbeiten nicht, wie ihr euch vielleicht ausmalt, in einem tollen stylischen Atelier in Mitte, oder einem schicken Loft, davon träumen wir höchstens ab und zu. Wir haben unsere Geschäftsräume erst einmal ins Umland verlagert, da die Mieten hier noch bezahlbar sind. Also sind die Fahrzeiten nicht ohne…
Max ist schon abgezogen, er hat eine Verabredung mit Ijon Tichy und wird leider heute nichts zu eurer Unterhaltung betragen können. Matze brütet noch über den Kalkulationen und wird sich gleich zum Sport verabschieden…
Also machts gut – und schreibt mir mal!! Grüße aus der Kunstzone-Berlin, die noch im Grünen liegt. Wenn sie im grünen Bereich angekommen ist, ziehen wir in unser schickes Loft in Mitte um!